Ganzheitlich denken, nachhaltig bauen
Die Klimakrise hat über die letzten Jahre zu einer radikalen Kurskorrektur in der Architektur geführt. Nachhaltig bauen heißt nicht mehr vorrangig, energieoptimierte Gebäude zu errichten, sondern möglichst wenig neu zu bauen und den Bestand zu nutzen. Welche Rolle der Bildungsbau dabei spielen kann, hinterfragen Renate Hammer (Architekturforschung), Matthias Hein (Architektur), Klaus Juen (Regionalplanung), Renate Stuefer (künstlerische Architekturvermittlung) und Armin Wabl (Energieplanung).
Moderation: Christian Kühn
Christian Kühn Ich möchte mit meiner Lieblingsdefinition von Nachhaltigkeit beginnen: Nachhaltigkeit bedeutet, unseren Kindern eine Welt zu hinterlassen, die besser oder zumindest gleich gut ist wie jene, die wir übernommen haben. Global betrachtet haben wir das 1,5-Grad-Ziel bereits überschritten. Was bleibt, ist nur die Hoffnung auf Resilienz. Herr Wabl, wie lautet Ihre Definition?
Armin Wabl Ich stimme Ihnen zu. Nachhaltigkeit war bereits im 17. Jahrhundert Thema und bereits damals wurde erkannt, dass Bäume langsamer nachwachsen, als Holz benötigt wird. Im Schulbau sollten Maßnahmen zur Schonung des Klimas gesetzt werden, um unseren Kindern ein Vorbild zu sein.
CK Frau Hammer, wie hat sich die Interpretation von Nachhaltigkeit seit 2010 verändert?
Renate Hammer Anfangs wurde oft die Nachhaltigkeit des Waldes thematisiert, später kam die Frage nach der „Common Future“, der Zukunft der nächsten Generation hinzu. Aktuell gilt die Nachhaltigkeitsdebatte als „ausgelutscht“. Themen wie Klimawandel rutschen auf Prioritätslisten von Platz eins ab, Klimawandelleugnung wird nicht mehr geächtet und die relevanten Themen der letzten 20 Jahre wie Energieeffizienz und Emissionen lösen zunehmend Aggressionen oder Desinteresse aus. Das zeigt eine Rückwärtsentwicklung. Entscheidend ist nun, auf welche Art und Weise wir mit dieser Veränderung umgehen und wie wir zukünftig konstruktiv über Nachhaltigkeit diskutieren.
Renate Stuefer Die globale Erwärmung sehe ich durchaus auch als eine Chance, unsere Wertehierarchie und gesellschaftlichen Bedürfnisse neu zu ordnen. Es gibt großes Potenzial, die Welt besser und lebenswerter zu gestalten.
Matthias Hain Viele Personen verstehen kaum, was eine Erwärmung von 1,5 bis 6 Grad bedeutet oder dass viele Ereignisse bereits direkte Folgen der Klimaerwärmung sind. Dieses Verständnis fehlt völlig. Als Problem sehe ich hier die Zeitverzögerung: Politische Zyklen sind kurz, die Folgen von CO2-Emissionen langfristig. Es ist entscheidend, diese Mittelbarkeit in die Köpfe der Menschen zu bringen – eine enorme Herausforderung.
CK Ein positives Beispiel, bei dem der Schulbau als Medium genutzt wurde, um Bewusstsein zu bilden, ist eine 1998 von Baumschlager Eberle geplante Schule in Vorarlberg. Im Foyer der Schule wurde eine große Uhr angebracht, die die im Vergleich zu einem konventionellen Schulbau eingesparte Menge an CO2 der letzten Jahre anzeigt.
AW Im Bundesschulbau wurde in den letzten Jahrzehnten enorm viel erreicht. Energieaufzeichnungen der letzten 40 Jahre und ein Energiekennzahlindex zeigen eine Verbesserung der Energieeffizienz. Schulen im Bundesbau nehmen hier eine Vorreiterrolle ein, etwa durch Begrünung und Photovoltaik, die auch den Lernenden und Lehrenden nahegebracht wird, zum Beispiel über Monitore im Schulgebäude.
MH Die Temperaturaufzeichnungen zeigen eindeutig einen Anstieg – daran besteht kein Zweifel. Meine Anmerkung bezieht sich eher auf die mittelbaren Folgen wie Kriege, Wasserknappheit, Landverlust oder Seuchen, die Ängste auslösen. 2009 haben wir in Bregenz mit Unterstützung der BIG das erste österreichische Gymnasium mit Lüftung und Wärmerückgewinnung gebaut. Der Fokus lag auf der konstanten Lufthygiene, die in einem dichten Schulgebäude entscheidend ist. Dazu mussten bei der Fassadengestaltung Kompromisse eingegangen werden und die Verglasungen wurden zugunsten einer herausragenden Luftqualität nicht öffenbar umgesetzt. Dies löste Kritik aus.
RH Es gibt eine gewisse Ermüdung, sich nur an den technischen Qualitäten der Nachhaltigkeit einzelner Gebäude abzuarbeiten. Das Typologische sollte stärker in den Fokus rücken, wie etwa die Rolle von Schule und Kindergarten bei der Stabilisierung ländlicher Peripherie. Viele Bürgermeister:innen berichten, dass mit dem Wegfall der Schule mittelfristig oft auch das Ende der Gemeinde besiegelt ist. Wie können Bildungseinrichtungen gezielt zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in kleinen Gemeinden eingesetzt werden?
Klaus Juen Wir haben festgestellt, dass engagierte Bürgermeister:innen in Gemeinden mit Abwanderungstendenzen die Kinderbetreuung gezielt vorantreiben. Sie wissen, dass Eltern längere Arbeitswege in Kauf nehmen, wenn sie ihre Kinder in der Gemeinde gut betreut wissen. Deshalb haben viele Gemeinden investiert und innovative Projekte umgesetzt.
RH Aus der Perspektive eines kleinen Kindes könnte es befremdlich sein, die Schule nicht in der eigenen Heimatgemeinde besuchen zu können und stattdessen pendeln zu müssen. Lernen fände dann nicht mehr in der gewohnten Umgebung statt, sondern an einem fremden Ort. Allein die zusätzliche Zeit für das Pendeln könnte Kindern fehlen, um anderen Interessen nachzugehen.
RS Das Problem ist weniger die Zeit als die fehlende Fähigkeit von Kindern, Distanzen einzuschätzen. Kinder, die mit dem Auto gebracht werden, kennen oft nur den Hinterkopf der Eltern und wissen nichts über den Schulweg. Das schafft Lücken in der Wahrnehmung und dadurch verlieren sie die Beziehung und das Bewusstsein für ihre Umgebung, die prägend für ihre Entwicklung ist. Besonders auf dem Land sind diese Verbindungen wichtig, um zu verstehen, was schützenswert ist und wo man sich einbringen und Freund:innen finden kann. Bildungseinrichtungen könnten Kinder sensibilisieren, den Grünraum bewusster wahrzunehmen und nachhaltiges Handeln nach Hause zu tragen. Die eigene Reichweite spielt dabei eine wichtige Rolle im Verständnis solcher Zusammenhänge und für die Möglichkeit von Selbstbildungsprozessen.
KJ Das Land Tirol und Tiroler Gemeinden legen großen Wert darauf, kleine Schulstandorte, insbesondere Volksschulen, im Dorf zu erhalten. In den letzten Jahren wurden vermehrt kleine Schulen revitalisiert, oft mit überschaubarem Kostenaufwand, um großartige Ergebnisse zu schaffen.
CK Nachhaltige Schulsanierung ist nicht nur eine bautechnische Frage, sondern auch eine Frage der Akzeptanz. Wie bekommt man die Nutzer:innen ins Boot?
AW Bei Schulsanierungen arbeiten wir eng mit der BIG, der größten Eigentümerin von Schulgebäuden in Österreich, zusammen. Sanierungen erfolgen nach dem klimaaktiv Silber Standard, Neubauten nach klimaaktiv Gold – einem der höchsten Standards. Neben bauphysikalischen Maßnahmen wie Wärmedämmung geht es auch um Verkehrsanbindung, Begrünung, Fahrradstellplätze und E-Ladestationen. Obwohl es unter den etwa 560 österreichischen Bundesschulen auch viele sanierungsbedürftige gibt, sind wir insgesamt hinsichtlich Haustechnik und Bauphysik doch auf einem guten Weg. Im Bundesbereich gelten strenge Vorgaben wie der Aktionsplan für nachhaltige Beschaffung (naBe) und die ÖISS-Richtlinien, die Aspekte wie Lufthygiene und Energieeffizienz berücksichtigen. Diese Standards werden konsequent eingehalten und durch ein von der BIG aufgebautes eigenes Nachhaltigkeitssystem ergänzt.
KJ Ein wichtiges Thema bei Schulstandorten ist die Verkehrsanbindung: Wie zugänglich ist das Grundstück? Liegt die Schule zentral? Können Verkehrsprobleme entstehen? Besonders bei kleineren Schulen sollte der Schulweg zu Fuß möglich sein. Leider wird dieser Aspekt oft vernachlässigt und beeindruckende (Holzbau-)Schulen werden nicht immer am richtigen Standort errichtet.
RH Das Zusammenspiel von neuen Nutzungskonzepten und bestehender Bausubstanz ist für mich die Königsdisziplin der Nachhaltigkeit. Mit dem Vorhandenen zu arbeiten, steht oft starren Vorgaben wie Raumgrößen entgegen. Demgegenüber bietet die Schulautonomie viel Spielraum, um zu definieren, wie und was unterrichtet wird. Warum also nicht diese Flexibilität aufgreifen, um Bestände nachhaltig zu nutzen und starre Vorgaben zu hinterfragen? Ein interessantes Beispiel ist der Schulumbau, den das Architekturbüro fasch&fuchs in Feldkirchen an der Donau (→ Projekt 7) geplant hat. Während des Umbaus wurden Klassen in den alten Pfarrhof, ins Gemeindeamt und in andere nicht schulische Gebäude ausgelagert. Trotz der Herausforderungen empfanden Kinder, Lehrende und die Gemeinde diese Zeit als bereichernd, weil die Kinder näher am Leben und an den Menschen waren. Dieses Herangehen, zunächst vorhandene Strukturen zu nutzen und durch Schulautonomie kreative Lösungen zu entwickeln, sollte stärker in Betracht gezogen werden.
CK Vorarlberg hat seine Schulbaurichtlinien radikal vereinfacht. Seit zwei Jahren gibt es dort eine neue, leistungsorientierte Richtlinie, die nur noch wenige Vorgaben macht: eine Raumhöhe von über drei Metern, effektiven Sonnenschutz und ein Kruzifix an der Wand. Statt Lösungen vorzuschreiben, werden lediglich die Leistungen definiert, die ein Gebäude erbringen muss. Diese Offenheit ermöglicht intelligente, flexible und nachhaltige Planungen.
RS Kinder brauchen kein perfekt nachhaltiges Schulgebäude, um Inhalte zu verstehen. Viel wichtiger ist, dass die Schule ihrem Bildungsauftrag nachkommt. Probleme sichtbar zu machen, statt sie zu verstecken, bietet Lernpotenzial. Ein Vergleich: Seit der Einführung der Zuckersteuer in Großbritannien 2018 und der Transparenz über Zuckergehalt in Getränken hat sich der Konsum deutlich reduziert. Ähnlich könnten Schulen mit Photovoltaikanlagen und Monitoringsystemen zeigen, wie viel Energie erzeugt oder wie Regenwasser genutzt wird. Nur wenn solche Prozesse sichtbar sind, kann die Schulgemeinschaft bewusst und nachhaltig handeln.
MH Als Architekturschaffende sollten wir unseren Einfluss auf die Qualität des Lernens nicht überschätzen. Die Architektur einer Schule oder eines Kindergartens ist nur ein kleiner Teil – entscheidend sind die Menschen, die dort arbeiten. Unser Auftrag ist es, Nutzer:innen mitzunehmen und Identität zu schaffen. Wie über ein Gebäude gesprochen wird, prägt die Wahrnehmung in Familien und der Gemeinschaft. Nachhaltigkeit entsteht, wenn Gebäude nicht nur funktional, sondern auch menschlich und identitätsstiftend gestaltet werden.
CK Ein zentraler Begriff ist Aneignung: Dinge, die nicht komplett fertig sind, lassen sich besser aneignen. Identität entsteht durch die Handlungen der Menschen, nicht durch Vorgaben der Architekt:innen.
KJ Bei Volksschulen funktioniert das meist gut, da ihre Strukturen überschaubar sind und Lehrkräfte offenere Raumkonzepte besser annehmen. In Mittelschulen mit ihren komplexeren Strukturen und starren 50-Minuten-Takten hingegen, bleibt diese Offenheit oft aus. Solche Abläufe sind weder für Kinder noch für die Pädagogik nachhaltig.
RS Kinder lieben Geschichten und sie wollen Spuren hinterlassen, um sich mit ihrem Umfeld zu identifizieren. Räume müssen dies ermöglichen. Ganz wichtig ist die Kreislaufwirtschaft bei Schulgebäuden: Materialien aus der Region schaffen Identität und stärken die Gemeinschaft. Speziell im ländlichen Bereich, wenn Materialien aus der Umgebung wieder in dieses Gebäude zurückfließen, eignen es sich Schüler:innen, aber auch die gesamte Dorfgemeinschaft ganz anders an.
MH 2012/13 haben wir mit der Gemeinde Zwischenwasser ein Kindergartenprojekt geplant. Die Ambitionen der Gemeinde waren groß, etwa mit dem Verzicht auf Betonestrich und stattdessen Verlegung eines Lehmbodens. Obwohl die Materialien für einen Lehmboden verhältnismäßig preiswert sind, macht der immense Arbeitsaufwand die Umsetzung fast unleistbar. Um Kosten zu senken, wurden freiwillige Personen aus dem Ort zum Mithelfen gesucht. Das Interesse war groß und die Beteiligung stärkte die Gemeinschaft und förderte die Akzeptanz auch gegenüber kritischen Aspekten: dass ein Lehmboden nicht total eben ist, dass die Hosen der Kinder schneller Löcher haben und dass ein Tisch wackeln kann. Nachhaltige Architektur entsteht durch frühzeitige Einbindung der Menschen und nicht durch Vorschreibungen von oben herab.
RH Was meiner Meinung nach beim Thema Schule vielerorts zu kurz kommt, in gewisser Weise auch aus der Historie, ist der Außenraum. Beispiele wie Freiluftunterricht beschäftigen sich mit sozial-pädagogischen und gesundheitlichen Aspekten der Nachhaltigkeit und zeigen, dass naturnahe Räume das Lernen bereichern können. Gerade im urbanen Raum wäre dies essenziell, da hier Naturerlebnisse zunehmend durch digitale Wahrnehmung abgelöst werden. Es ist wesentlich, Außenräume in der Nachhaltigkeitsentwicklung und Pädagogik mitzudenken.
RS Außenräume werden selten als Bildungsräume verstanden. Selbst in den neuen Schulcampi, wo es ausreichend grüne Freiflächen gibt, wird der Freiraum noch nicht als Lernraum mitgedacht. Da wäre es schön, wenn es Gärtner:innen gäbe, die mit Kindern Gemüse anbauen. Solche Erfahrungen sind wertvoll und sollten integriert werden.
KJ Der Außenraum muss erlebbar sein, nicht nur gestaltet. Das wäre eigentlich eine Chance unserer Schulen, denn Kinder brauchen Platz für Projekte und Naturerfahrungen. Wir konnten dies zum Beispiel in einem Kindergartenprojekt erfolgreich umsetzen, weil es ein Bauverbot für eine grüne Fläche mit altem Baumbestand gab, die nun jeden Tag von den Kindern genutzt wird.
AW Bei neuen Schulen wird zunehmend versucht, Außenflächen in den Schulalltag einzubinden. Architektur allein reicht jedoch nicht, es geht um das Miteinander. In Containerklassen zeigte sich, dass enger Raum den sozialen Kontakt fördert. Das kennt man vielleicht aus schlechteren Zeiten: Wenn es herausfordernd ist, ist der Zusammenhalt viel größer, und das merken und spüren natürlich auch die Schüler:innen.
RS In Wien sind zum Thema Außenraum rund um Schulen auch sogenannte Klimabeauftragte – Lehrer:innen, die an einer zukunftsfähigen und klimagerechten Schule und den Rahmenbedingungen für Klimabildung arbeiten – tätig und miteinander im Austausch. Da in Wien tendenziell nur wenige Grünflächen zur Verfügung stehen, werden vermehrt die Straßen vor den Schulen als verkehrsberuhigte Zonen und als Stadtraum für Schullabore gewünscht und etabliert. Für bildungsferne Schichten senkt dies auch die Hemmschwelle zur Schule und ermöglicht informelle Lernorte.
CK Abschließend die Frage nach der Zukunft: Welche Herausforderungen müssen wir meistern und wie können wir bis dahin erfolgreich sein?
MH Nachhaltige Bauweisen, sowohl architektonisch als auch bautechnisch, sind umsetzbar. Wichtiger ist, soziale Kontakte vor Ort zu fördern. Schulqualität muss flächendeckend sein, um Entmischung zu verhindern und Gemeinschaften zu stärken. Auch global gesehen müssen wir uns in Gemeinschaften finden, und dazu sind frühe Kontakte notwendig.
KJ Gute Architektur mit guten Materialien und guten Systemen ist wichtig, aber es geht auch stark um die Bindung von jungen Menschen an einen Ort, um Vernetzung in der Region und das Aufbauen von Communitys. Schulen sollten Orte des gemeinsamen Aufwachsens sein, wo Kinder ihre Schwerpunkte entwickeln können. Das erfordert politische und strukturelle Anpassungen. Gemeinsame Schule und verschränkter Unterricht sind notwendig, um ausreichend Zeit für die Wissensvermittlung und das Lernen zu haben. Um Lernen auch in Zukunft zu ermöglichen, ist eine neue Organisation des Schulsystems wesentlich.
AW Dazu gibt es für den Zeitraum von 2020 bis 2030 auf Bundesebene ein Schulentwicklungsprogramm, das sich mit den Herausforderungen der Erwärmung auseinandersetzt und kontinuierlich Lösungen umsetzt. Der Bund hat sich den Themen Kreislaufwirtschaft und Vermeidung von Flächenversiegelung verpflichtet und bemüht sich aktiv um die Nutzung bestehender Strukturen, daher ist Bestandssanierung ein wesentlicher Faktor. Es braucht ein Zusammenspiel aller Akteure – von der Politik bis zur Schulgemeinschaft –, damit Nachhaltigkeit wirklich funktionieren kann.
RS Schule, Bildung und Bildungsgebäude müssen als Ökosysteme, in denen transparente Selbstbildungsprozesse stattfinden können, begriffen werden. Dies schafft Identität und motiviert Kinder und Jugendliche, Verantwortung zu übernehmen.
RH Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, wo wir uns auf unserer Reise befinden. Wenn man die planetaren Belastungsgrenzen betrachtet, leben wir in einem Hochrisikosetting. Das wirft die Frage auf: Was kann Schule zur Schaffung von Sicherheit beitragen? Denn für die Resilienz unserer Gesellschaft werden Schulen von zentraler Bedeutung sein.
Renate Hammer studierte Architektur an der TU Wien und absolvierte postgraduale Ausbildungen in Urban Engineering sowie Solararchitektur. Von 1998 bis 2013 war sie am Zentrum für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems tätig, zuletzt als Dekanin der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur. Seit 2013 ist sie Geschäftsführende Gesellschafterin des Institute of Building Research & Innovation ZT GmbH.
www.building-research.at
Matthias Hein studierte Architektur an der Universität Innsbruck und an der TU Wien. Seit 2002 führt er sein eigenes Büro in Bregenz. Er ist Mitglied in zahlreichen Gremien und Gestaltungsbeiräten. Arbeitsschwerpunkte sind öffentliche Bauten sowie das Thema Nachhaltigkeit.
www.hein-arch.at
Klaus Juen studierte Architektur an der Universität Innsbruck und leitete von 2004 bis 2022 die Abteilung Bodenordnung beim Amt der Tiroler Landesregierung. Er war Vorsitzender des Sachverständigenbeirats nach dem SOG (Stadt- und Ortsbildschutzgesetz) in Tirol und Vorsitzender der Jury des Europäischen Dorferneuerungspreises.
www.tirol.gv.at/dorferneuerung
Renate Stuefer studierte Architektur an der TU Wien und lehrt dort am Institut für Kunst und Gestaltung 1. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Erweiterung von sensomotorischen Fähigkeiten durch Spiel und die Bewegung im Raum, gesellschaftliche Sensibilisierung für Raumfragen durch definitionsoffenes Raumgestalten sowie partizipative Aktionsforschung. Derzeit leitet sie das vom Klima- und Energiefonds geförderte FFG-Projekt „HOPE Raumlabor # Bildungslandschaften im Klimawandel“.
https://hope.project.tuwien.ac.at
Armin Wabl studierte Energiemanagement und Nachhaltige Energiesysteme an der FH Pinkafeld. Von 2001 bis 2024 war er als Energieberater des Bundes im Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft für sämtliche vom Bund genutzten Liegenschaften (Schulen, Kasernen, Justizanstalten etc.) für Energieeinsparung und -effizienz sowie Energieeinsparcontracting zuständig. Mitarbeit beim österreichischen Aktionsplan für nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe-Aktionsplan). Seit Februar 2024 ist er mit der Funktion des Energieexperten des Bundesministeriums für Bildung betraut.
www.bmb.gv.at